Als ich aus dem Wagen stieg, überwältigte mich das Schloss! „Viel zu schön für mich. Kann ich aussen schlafen?“

Der Adler schaut mir in die Augen!

hat furchtbar viele Räume. Um das Mobiliar vor Licht zu schützen sind die massiven hölzernen Fensterläden meist zu. Zimmer, Treppen, fensterlose Korridore, alles stockfinster! Als ich ankam, bekam ich eine gigantische Höhlenforscher-Taschenlampe in die Hand gedrückt. Im Schloss ist es zu Mittag genauso dunkel wie um Mitternacht!

Neben dir ist ein offenes Fenster. Licht strömt herein. Du siehst in den Park hinaus. Weißer Nebel im Schlosspark. Schwarzer Nebel im Schloss! In der Wandnische vor dir erkennst du kaum die Tür, die Türklinke befindet sich 50cm vor deiner Nase und du siehst sie nicht! Du musst dich herantasten! Ungewohnte, faszinierende Lichtverhältnisse, ganz wie auf alten Gemälden.

"Übungssache!" sagte der Baron. Eine Woche später trabte ich blindlings durch die schwarzen Korridore, die Wendeltreppen hinauf, meine Hände stürzten sich zielsicher auf die Türklinken.

Sosthènes II. de La Rochefoucauld, Herzog v. Doudeauville liess das Schloss um 1880 komplett erneuern. Sein Portrait hängt vor der Kapelle. Bei Tageslicht wirkt er auffallend hochmütig, nachts, nach einem Rotwein und bei anderer Belichtung ändert sich sein Gesichtsausdruck und er lacht mich leutselig an!

„Muss kurz auf die Toilette.“ Ins Korridor hinaus, Tür zu wegen der Heizung, Wendeltreppe hinauf, an der Kapelle vorbei, Grüße das Portrait des Herzogs: „Bonsoir Monsieur le Duc!“, Hände vor in den dunklen Gang, Toilette finden, Lichtschalter finden, Geschäft, Licht anlassen, Gang weiter, Zimmertür finden, Türklinke finden, Lichtschalter finden, Hände waschen, Licht ab, Tür zu, Gang zurück, Licht ab, „Bonsoir vieux ami!“, Wendeltreppe hinab, Türklinke finden, „Bin schon da!“

Einmal um Mitternacht besichtigte ich die vielen Räume mit der Taschenlampe in der Hand. „Bonjour Mesdames, Messieurs!“ grüßte ich die Geister! Ich hatte keine Angst. Ich mochte das Schloss. Das Schloss mochte mich, laut der Baronin.

Leben wie „Gott bei .“ Die sind perfekte Gastgeber. Und ich ein perfekter Gast; der Baronin charmante Antwort. Wir tranken wunderbare Weine. Das erste Mal in meinem Leben verursachte mir der Wein keine Trunkenheit, kein Übelgefühl, keine Kopfschmerzen. Überhaupt keine Nebenwirkungen, nur Entspannung! Baron kauft nur qualitativ hochwertige Naturprodukte ohne chemische Zusätze. Ich werde nie wieder alleine Wein kaufen; nur das was die empfehlen! Sie fahren von Weinbauer zu Weinbauer, verkosten die Weine und füllen sie in 30 Liter Behälter, die sie selber in Flaschen umfüllen. Besser und günstiger als im Supermarkt!

Der alte französische Hochadel gab uns die Ehre.
Befreundete Landwirte & Weinbauer.

Der französische Hochadel beehrte uns zur Adlerjagd. So viele historische Namen! Nach dem Empfang, als es schon dunkel war, griff ich zur Taschenlampe und entführte einige der Gäste in die Schlosskapelle.

Frankreich ist immer noch eine Klassengesellschaft. Die Gesellschaftsklassen bleiben unter sich. Einmal wurden Installateure zum Schloss bestellt. Das Tor zum Park wurde für sie offen gelassen. Sie warteten bei der Einfahrt, da sie sich nicht herein trauten. Dann fuhren sie davon. Der Baron musste eine halbe Stunde lang mit Paris & Provinz herumtelefonieren, um sie wieder zurückzuholen.

Es ist unglaublich wie viele Fachwerkbauten des 15 Jahrhunderts sich in Le Mans erhalten haben! Die Stadtmauer besteht aus bunten Ziegeln und stammt sogar aus der Römerzeit.


Thomas Szabó de Szentjób

Familie & Freunde

Home