Meine Fotos mit der Familie Habsburg in Zirl.
Die Kaiser Karl I. Gedenkkapelle in Zirl im schönen Tirol.
Kaiser Karl I.
5 April 2009
Besuch der Kaiserlichen Familie in Zirl. Gedenkgottesdienst zu Ehren Kaiser Karl I in der Kalvarienbergkirche, wo sich eine Reliquie vom seligen Kaiser Karl befindet. Die weihrauchgeschwängerte Atmosphäre nahm mich in Beschlag. Duftende weiße Weihrauchwolken durchzogen die Kapelle. Als ob uns die Gebirgsnebel hinein gefolgt wären. Wie durch eine transparente Wolkenwand verklärt, sah ich die Erzherzögliche Familie in der ersten Reihe beten. Die klare Stimme des Priesters lenkte das Ritual. Es war erhaben.
Wir betreten die Kapelle.
Gute Stimmung!
Begleitet von seinem Enkel Raffael.
Erzherzog Otto v. Habsburgs Tochter, Erzherzogin Gabriela liest die Heilige Messe.
Erzherzogin Gabriela liest bei der Heiligen Messe vor.
Otto & Gabriela.
Erzherogin Regina verlässt die Kapelle.
Mit Erzherzogin Regina.
Im Gespräch mit Otto v. Habsburg.

Otto von Habsburg hat einen hervorragenden Sinn für Humor. Einmal fragte man ihn in einer Gesellschaft, ob man den Fernseher einschalten dürfe. Es gäbe nämlich einen Fußball Match.
Habsburg: "Wer spielt?"
Antwort: "Österreich, Ungarn."
Habsburg: "Gegen wen?"

Erzherzog Otto war etwas schwerhörig. Manchmal war es so, als ob ich mich mit einer Statue oder einem Heiligenbild unterhalten hätte. Da sich sein Gesicht nur selten regte, war ich mir nie sicher, wann er mich hörte. Das verunsicherte mich und verwirrte meine Gedanken.

Mein Eindruck von Ehz. Otto war der von einem sehr jugendlichen Geist, eingesperrt in einem sehr alten Körper. Das ergab einen faszinierenden Kontrast. Seine Augen strahlten Güte aus. Er wirkte absolut sympathisch.

Er war immer höflich, liebenswürdig, aber ehrlich. Starke Gefühle sah man ihm deutlich an. Einmal hatte ich die Ehre eine große Dummheit sagen zu dürfen, darauf reagierte er ausgesprochen scharf.

Wir unterhielten uns über Politik. Ich äußerte mit übertriebener Genugtuung, dass sich einige Leute durch meine Aussagen beleidigt fühlten. „Wen haben Sie beleidigt!?“ Fragte er mich entsetzt mit lauter Stimme. „Die Wahrheit ist die allergrößte Beleidigung!“ Meine Antwort. Er lachte laut auf und stimmte mir zu.

Kaiserkrone & Königskrone Mein Gespräch mit Otto v. Habsburg. .

Ich überlegte mir schon die Postkarten bis zu seinem 105 Geburtstag. Ehrlich. Ich glaubte daran. Ich wünschte es. Ich wollte sie ihm zu seinem 100 Geburtstag senden.

Erzherzog Otto wollte nur ungarisch mit mir sprechen. Es war ein sehr erfreuliches Gespräch. Die Habsburger galten in Ungarn Jahrhunderte lang als ausländische Unterdrücker. Das waren sie auch die längste Zeit. Unsere heutigen Habsburger sprechen ein perfektes Ungarisch. Sie bemühen sich aktiv um Ungarn. Ich sehe sie nicht mehr als "Ausländer".

"Otto von Habsburg kennt alle seine ´Untertanen´ persönlich." So kommt es mir vor, wenn mir beinahe jeder zweite Bekannte erzählt, dass er ihn schon getroffen habe! "Er war bei uns zu Essen!" "Er fuhr mit uns auf der Donau nach Ungarn und wir unterhielten uns."... etc. Unser "Kaiser" ist sehr volkstümlich.

An diesen Gesichtsausdruck erinnere ich mich!

Thomas Szabó de Szentjób

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