Besuch bei der Gräflichen Familie v. Csáky in Szabadkígyós, Ungarn 2012.

Peter und ich wurden in der Früh mit der kleinen Kutsche zu einer Rundfahrt in der ungarischen Puszta abgeholt. Die große Kutsche wurde gerade repariert, aber mit der kleinen Kutsche war es umso spannender.

Peter der Perfektionist bemerkte, die Gräfin hätte alles so perfekt organisiert, wie einen kleinen Staatsempfang.

Das berühmte Lipizzaner Gestüt
Csáky Hajnalka, Anna und ich auf dem Weg in die Puszta.
Lipizzaner auf der Autobahn
die Puszta
Unterwegs begegneten wir überall Störche. Ein staubiges Exemplar flog direkt an uns vorbei. Wegen den paar Touristen die hier vorbeikommen, lohnt sich das Abstauben nicht...
Mit Komtesse Anna Csáky
Anna möchte ein Lipizzaner, aber nicht ihr kleines Pony, sondern "ein großes das Beine hat".
Hajnalka & Anna
Csáky István und Anna.
Auf der Terasse.

Peter lernte die perfekte ungarische Gastfreundschaft kennen und durfte endlich das köstliche ungarische Paprikahuhn verkosten, welches von Anna´s Großmutter, der Mutter der Gräfin zubereitet wurde. Rozália ist für ihre Kochkünste bekannt.

Einmal vergaß die kleine Anna das Tischgebet und langte gleich zu. Großmutter ermahnte sie liebevoll. Anna sprach das Tischgebet und bekreuzigte sich brav mit der Kartoffelkrokette. Wir haben so gelacht!

Graf Csáky bemüht sich redlich, sich mit seiner Tochter auf Deutsch zu unterhalten, damit sie es lernt. Ich wurde auch angehalten, mich mit Anna nur auf Deutsch zu unterhalten. Die Kleine versteht Deutsch, antwortet aber lieber auf Ungarisch. Sie verwendet manchmal ganz herzige deutsch-ungarische Kombinationswörter, wie "Süßike": Süß und Ungarisch für die Endung "lein" (Kindlein).

Mit Hajnalka vor der Wenckheim Kapelle in Szabadkígyós.
Man erzählt sich, daß ein wagemutiger Reiter einmal samt Pferd dem Turm hochritt. Für ein kleines Pferd könnte die Wendeltreppe gerade breit genug sein.

Schloß Wenckheim feierte sein 130 Geburtstag. Am Abend besuchten wir das Konzert, wo wir kurz beim Herrn Herrn Bürgermeister vorstellig wurden. "Ah! Ein Jakobiner!" sagte der ehemalige Professor für Literatur.

hoch über der Welt
Breit genug für ein Pferd...
sozialistische Charme
Park von Schloß Wenckheim

Hajnalka war einmal Notar der Gemeinde Szabadkígyós. (Der Gemeindenotar in Ungarn ist hauptsächlich für die Einhaltung der juristischen Regeln, der Gesetze, sowie für die wirtschaftliche Verwaltung der Gemeinde zuständig. Der Bürgermeister nimmt eher die repräsentativeren Aufgaben wahr.)

Hajnalka zeichnete sich maßgeblich verantwortlich für: die Schaffung einer organisierten Müllabfuhr im Ort, Ausbau der Kanalisation, Errichtung der Kläranlage, Ausbau der Wirkungsbereich der Hausärzte, Erneuerung der Arztpraxis, Bau und Erweiterung von Straßen und des Radfahrweges.

Ihre Hauptaufgabe im Bürgermeisteramt war die Prüfung der örtlichen Anordnungen und der internen Regeln, sowie die allgemeine Erneuerung und die Stabilisierung aller funktionellen Strukturen.

Wir besuchten die gut erhaltene und hervorragend restaurierte Burg von Gyula. Ein seltenes Beispiel für die kriegerische Geschichte Ungarns. Die meisten ungarischen Burgen sind nur noch Ruinen.

Man sah den Feind schon von weitem kommen.

Wir haben diese wenigen Tage so intensiv erlebt, als ob es eine ganze Woche gewesen wäre. Die Erinnerung bleibt eine Bereicherung.



Thomas Szabó de Szentjób

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