Auszug aus der Geburtsurkunde meines Urgrossvaters Szentjóbi Szabó Béla.



uszug aus einer beglaubigten Kopie der Geburtsurkunde meines Grossvaters aus 1929. Name des Vaters: Szentjóbi-Szabó Béla (1860-1916).
Auszug aus der Geburtsurkunde meiner Urgrossmutter Radetzky Antónia.



ame der Mutter: Radetzky Antónia (1861-1903).
Szabó György Béla


eburtsurkunden und private Daten sollte man nicht im Web veröffentlichen.

In den 30-er Jahren war es in Ungarn nicht mehr üblich gewesen Doppelnamen zu tragen. Um diese Zeit gingen viele klangvolle Namen verloren. Mein Grossvater war Sozialdemokrat. Er mochte den Adel nicht. Vom Kaiserreich und Militär bekam er im ersten Weltkrieg die Nase voll. Ich kann es ihm nicht verdenken. Der ungarische Adel galt als besonders dünkelhaft und reaktionär. Meine Familie wurde in diesem Sinne erzogen. Nach 1947 kamen Doppelnamen erst recht nicht mehr in Frage.




rossvaters Petschaft. Ein Familienerbstück um 1800. Damit versiegelte er seine Briefe.

Als Kind spielte meine Tante damit, damals hatte sie noch einen Griff.

Das Wappen gehört wahrscheinlich der Familie Bencsik de Komorócz et Szentandrás.

Komoróczi és szentandrási Bencsik. A család Horvátországból származik. 1242-ben IV. Béla királytól Nyitra, Szepes és Sáros vármegyékben nyert birtokokat. Közös törzsbol származik a Füzesmegyery, Komoróczy (†) és a sárosvármegyei Szentandrásy családokkal. Idövel Nógrádba, majd József 1794-ben Abaujba (Hidasnémeti) került. A XIX. század elso felében Radba költözött, hol földesúri joggal bírt, ezenkivül Izbugyán is birtokos volt. Tagjai közül: György († 1792) elesett a francziák elleni olaszországi hadjáratban. József (szül. 1790) mint cs. kir. fohadnagy a lipcsei csatában kitüntette magát. 1840-ben Zemplénbe Radba költözött. Fia: István a vármegye föszolgabírája. Fia: Béla szolgabíró.

Czímer: Kékben, zöld alapon, jobb elolábával hatágú arany-csillagot tartó arany-oroszlán. Sisakdísz: egyenes kardot tartó, kinövo pánczélos sisakos vitéz. Takarók: kékarany-veresezüst.

Bencsik de Komorócz et Szentandrás. Die Familie stammt aus Kroatien. 1242 erhielt sie von König Béla IV. (1206-1270) Besitzungen in den Komitaten Szepes, Sáros und Nyitra. Sie stammt aus den selben Stamm wie die Familien Füzesmegyery, Komoróczy (†) und Szentandrásy (Sáros). Mit der Zeit kamen sie nach Nógrád, József kam 1794 nach Abauj (Hidasnémeti). Am Anfang des XIX. Jhd. zog er nach Rad, wo er seine Rechte als Grundherr ausübte, ausserdem war er Grundbesitzer in IIzbugya. Mitglieder: György († 1792) fiel im Krieg gegen die Franzosen im italienischen Feldzug. József (geb. 1790) zeichnete sich als k. u. k. Oberleutnant in der Völkerschlacht von Leipzig aus. 1840 zog er nach Rad in Zemplén. Sohn: István föszolgabíró des Komitates. Sohn: Béla szolgabíró.

Wappen: In blau auf grünem Grund, mit rechter Hand sechseckigen goldenen Stern haltender goldener Löwe. Helmzier: einen geraden Schwert haltender, wachsender, gepanzerter, behelmter Krieger. Helmdecken: goldblau-rotsilber.



as Wappen der Gemeinde Zsáka (Komitat Bihar) wird auf das Wappen von Franz Rhédey zurückgeführt. Die Ortschaft befand sich ab 1617 im Besitz der gräflichen Familie. Ich weiß nicht ob da ein Zusammenhang besteht. Ich lasse es als Spekulation stehen.



ie meisten alten Familiendokumente gingen in den Kriegen verloren. Grossvaters schriftliche Korrespondenz ging 1944 verloren. Meine Tante erinnert sich noch an einen grossen Bündel mit Siegelwachs und Wappen versiegelter Briefe sowie an einen weiteren silbernen Zigarettenetui mit Wappen.



rossvater erzählte ungerne über seine Jugend. Er schwieg. Laut Tanti schien er mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben. Tanti ist eine gute Menschenkennerin. Ich vertraue ihrem Urteil.

Erinnerungen an den Vater: Laut Grossvater konnte sein Vater "nichts mit ihm anfangen" und schickte den 14 Jährigen an die Kadettenschule nach Wien. Dort sah er den Kaiser und seinen Doppelgänger in einer Kutsche. Der Doppelgänger war eine Vorsichtsmassnahme gegen Attentäter.

Erinnerungen an die Mutter: Seine leibliche Mutter scheint die einzige angenehme Erinnerung seiner Jugend gewesen zu sein. Sie starb als er 5 Jahre alt war. Grossvater erinnerte sich nur an folgendes: Sie soll ausserordentlich schön gewesen sein und spielte gut Geige. Einmal nahmen sie gemeinsam an einer Wallfahrt teil. Tanti wurde nach ihr "Antónia" benannt. Grossvater soll viele Jahre später ihr Grab gesucht haben. Er fand sie nicht mehr vor.

Wenigen Erinnerungsfetzen, zusammenhanglose Sätze, Namen ohne Gesichter sind das Einzige was von diesen ehemals geliebten Personen blieb.

Erinnerungen an die ungeliebte Stiefmutter: Grossvater berichtete, dass sein Vater nach dem Tod der Mutter eine neue Frau heiratete. Sein Vater starb 1916. Als er nach dem ersten Weltkrieg heimkam, empfing ihm seine "böse Stiefmutter" mit folgenden Worten: "Das ist mein Haus und du kommst hier nicht mehr rein". Das ist alles. Er sagte "uns" nicht mal ihren Namen. Ich habe inzwischen herausgefunden, dass sie Kolinger Gabriella hiess.

Es existieren weder Dokumente noch Familienfotos aus der Jugend meines Großvaters. Die "böse Stiefmutter" hatte wohl alles beiseite geschafft. Mein Großvater war eine sehr gründlicher Mensch gewesen und er hatte uns alles seine Fotos und Dokumente wohlgeordnet hiterlassen. Aus der Zeit vor 1919 existiert nur ein einziges Foto vom Anfang seiner Militärzeit. Das hatte er gut aufbewahrt und mehrmals vervielfältigen lassen.

Nach dem Krieg ging Grossvater zu seinen verwandten mütterlicherseits in die Tschechoslovakei und studierte Jus. Er schloss das Studium ab, praktizierte aber nie als Anwalt.




ein Geburtshaus: Rottenbiller Gasse 12. Budapest VI. Bezirk.


ie Fassade ist mit napoleonischen Adlern und militärischen Symbolen geschmückt. Ein seltsamer Zufall. Grossvater verehrte Napoleon. Er sammelte Bücher über Napoleon und besass eine kleine Napoleon-Büste aus Bronze.


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