Das Ghetto in Warschau wurde 1940 errichtet und ab Mitte November hermetisch abgeriegelt. Dieser Mann wirft einen hoffnungslosen Blick in seine Zukunft.
Fink in Warschau Oktober 39
100 Kronen Ghetto Theresienstadt
Hundert Kronen Ghetto Theresienstadt
100 Kronen aus dem Ghetto von Theresienstadt. Sie besassen kaum Kaufwert, da es in den Geschäften fast nichts zu kaufen gab. Manchmal konnte man einige der beim Ankunft abgenommenen Kleidungsstücke zurückkaufen. Den Kaffeehaus nannten die Bewohner "Kaffee ohne Kaffee".

Die "potemkinschen" Geschäfte und kulturellen Einrichtungen sollten dem Roten Kreuz eine blühende jüdische Gemeinde vortäuschen. Die ausländischen Delegierten fielen auf die Täuschung herein. Die positiven Berichte bewirkten, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz keine anderen Lager mehr im Osten inspizierte.

Der NS Propagandafilm: "Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet", auch als "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" bekannt, sollte der Weltöffentlichkeit die angeblich guten Lebensverhältnisse im Ghetto Theresienstadt vorführen und damit den Holocaust verschleiern. Regisseur, Darsteller und Statisten wurden nach den Dreharbeiten in Auschwitz ermordet. Der Film wurde erst 1945 uraufgeführt!

Man fragt sich immer wieder, warum die Eisenbahnverbindungen zu den verschiedenen Vernichtungslagern bis zu Kriegsende nicht bombardiert wurden. Ich denke die Antwort ist unappetitlich einfach.